Webnews | | | 19.08.2019

Bodentipps fr den Garten

  • #0 Heliodator 10.07.2011
    Alles fr die Bodenbearbeitung und -aufbereitung.
  • #1 Heliodator 10.07.2011  
    Kalkhaltig: Ackerwinde, Lwenzahn, Salbei, Wegwarte, Gamander, Wiesenknopf, Glockenblume.

    Kalkarm: Hahnenfu, Ackerstiefmtterchen, Ackersenf, Kl. Ampfer, Hundskamille.

    Stickstoffreich: weier Gnsefu, Franzosenkraut, Brennnessel, Hirtentschel, Melde.

    Stickstoffarm: Besenginster, Hornkraut, Hungerblmchen, Mauerpfeffer, Ziest,

    Humusreichtum u. gute Gare: Vogelmiere, Efeublttriger u. Persischer Ehrenpreis, Echte Kamille.

    Schwerer verdichteter Boden: Ackerschachtelhlam, Lwenzahn, Kriechender Hahnenfu.

    Leichter sandiger Boden: Mohn, Knigskerze, Vogelmiere, Hasenklee, Trockener Boden: Frberkamille, Graukresse.

    Lehmiger Sandboden: Herbstzeitlose, Kamille, Wilde Mhre, Lwenzahn, Huflattich, Flockenblume.

    Saurer Boden: Stiefmtterchen, Ackerziest, Hohlzahn.
  • #2 Heliodator 16.07.2011  
    Wenn die Tomatenpflanzen gesund geblieben sind, kann man aus den Pflanzen, die man separat kompostiert, zusammen mit Beinwellblttern und Zwiebelschalen einen feinen Kompostmulch fr die Tomaten im nchsten Jahr machen. Man kann die Mischung auch aufsetzen (wie Pflanzenjauche) oder wie Tee kochen und die nchsten Tomaten damit dngen. Kann man auch laufend aus den anfallenden Geiztrieben machen.
  • #3 Heliodator 16.07.2011  
    Immer ein oder zwei Tomaten von einer guten Sorte liegen lassen - Spart den Kauf fr Samen, und diese Pflanzen sind wesentlich unempfindlicher gegen Witterungseinflsse. Man setzt diese auseinander, damit sie gengend Platz zum Wachsen haben. Was nach einem kalten Winter noch von selbst wchst, ist robust und unempfindlich. Sptestens wenn sie 5-7 cm hoch sind, mssen sie aus dem Boden raus und werden an einer anderen Stelle wieder eingesetzt, dabei bis zu den ersten Blttern in den Boden, dann entwickeln die mehr Wurzelmasse.
  • #4 Heliodator 07.10.2011  
    Grasland in Beete umwandeln: Mit viel (!) Mulch! Eine groe Menge Stroh oder noch mehr Heu direkt auf das ungeschnittene, mindestens 30 cm hohe Gras geben, so, dass es dabei umgelegt wird. (Frisch geschnittenes Gras bleibt meist aufrecht stehen, wenn Mulch drauf kommt, folglich wird dann die Mulchschicht durchwachsen.) Nach etwa einem halben Jahr ist die Mulchschicht zusammengesackt, worauf man das Ergebnis darunter kontrollieren kann - insgesamt 2 - 3
    Mal.

    Sollte tatschlich Gras durchwachsen, dann kann dies recht simpel untergehoben werden. Dazu einfach mit der Heugabel den Mulch an der Stelle des wachsenden Grases anheben bis die Grasspitzen darunter verschwunden sind und den Mulch wieder ablegen.

    Das Stroh oder Heu des Mulches verrottet langsam und hlt den Boden feucht und beschattet. Nahrung und ideale Bedingungen fr Regenwrmer und Kompostwrmer, die dann anfangen knnen, den Boden zu lockern und ihn mit Humus anzureichern. Gleichzeitig wird das Gras in die Dunkelheit verbannt. Es stirbt langsam ab und wird ebenfalls vom Bodenleben in Humus umgewandelt.

    In sehr heien, trockenen Sommern trocknet der Boden unter dem Mulch aus und der Mulch darber hlt das Wasser ab. Damit wird weder der Boden von Regen- und Kompostwrmern bearbeitet, noch kann eine humusfrdernde Verrottung des Strohs stattfinden. In diesem Fall einfach ab und an den Mulch anheben und die Flche darunter gieen. Sollte sich auch dann keine Aktivitt der Bodentiere einstellen, kann von Zeit zu Zeit unter den Mulch etwas frischer Grasschnitt gestreut werden.

    Es knnen auch Kartoffeln unter den Mulch gesetzt werden. Dazu einfach Lcher in den Boden und Mulch drber. Natrlich drfen hier nicht die gleichen Ertrge wie beim Anbau in lockerer Erde erwartet werden, aber sie sind nicht schlecht und die Blattmasse der Kartoffeln beschatten das ganze Spiel noch und trgt somit zur Unkrautunterdrckung bei.
  • #5 Heliodator 07.10.2011  
    Alternative: Etwas Stroh, das den Boden bedeckt, darber eine wasserdurchlssige Folie, mit Steinen beschweren, und eine Weile liegenlassen. ber den Winter bringt es allerdings auch nichts, weil das Gras ja dann nicht wchst. Anschliessend nur Folie abnehmen und Erde auflockern, fertig.
  • #6 Heliodator 07.10.2011  
    Noch ne Alternative: Karton auf die Wiese legen. Darauf eine dicke Mulchschicht aus Gartenabfllen, darber z. B. abgelagerten Pferdemist, und darauf noch eine Schicht Stroh. Zusammen ca. 30 cm. Das kann man bepflanzen, und im selben Jahr wchst alles munter drauflos.
  • #7 Heliodator 06.01.2012  
    'Einmal gelockert ist dreimal gegossen.'
    'Dreimal gelockert ist einmal gedngt.'
    Jhrlich eine Schaufel Kompost pro m2 flach in den Boden einarbeiten.
  • #8 Heliodator 27.01.2012  
    Die Universitt in Laval, Quebec, Canada hat die Wirkung von fragmentiertem Zweigholz als Bodenverbesserer untersucht und kam etwa zu folgendem Schluss:

    Fragmentiertes Zweigholz ist dank dem grossen Rindenanteil ein hochwertiger Rohstoff zur Humusbildung. Braucht es bei Mist- und Gllewirtschaft 80 Jahre fr 1% mehr Humusanteil im Boden, so ist das mit Kompost in 50 Jahren erreichbar, mit fragmentiertem Zweigholz in 10 Jahren. Dank seiner langsamen Verrottung ist es zum Mulchen bestens geeignet.

    Vor Neujahr ausgebracht, braucht es keinen zustzlichen Stickstoff, nach Neujahr ist eine kleine Gabe in Form von trockenem Rasenschnitt, Urin oder vieles andere mehr angezeigt. Mit Fragmentiertem Zweigholz kombiniert mit Kohlegrus, Steinmehl und EM kriegt man jeden Boden hin.

    Holzschnitzel sind nicht geeignet. Sie entziehen dem Boden Stickstoff und bringen kaum Nhrstoffe, kaum Mineralien ..., keinen Humus.
  • #9 Heliodator 11.03.2012  
    Schwere Bden neigen zur Bodenverdichtung. Besonders Knollen- und Wurzelfrchte wachsen daher nur sprlich. Da Sickerwasser nur langsam weitergeleitet wird, entsteht bei Regen die Gefahr der Staunsse. Dadurch keimen die Pflanzen weniger gut. Um die Wasserdurchlssigkeit zu verbessern, kann man Sand hinzugeben. Die Bodenstruktur wird durch Grndngung oder Kompost verbessert.

    Auch Laub leistet hervorragende Dienste, besonders das oft verpnte Eichen- und Buchenlaub. Denn die langsame Verrottbarkeit, die auf dem Kompost ein Nachteil ist, ist in lehmigen, dichten Bden ein unschtzbarer Vorteil. Eine dicke Schicht des Laubes spatentief untergraben und feste Schollen zu einer krmeligen Struktur auflockern. Das Laub verbessert die Belftung des Bodens und kompensiert einen Teil der ungnstigen Wasserhaltekapazitt. Auerdem zieht es zahlreiche Bodenorganismen an, und seine Umsetzung steigert die Besiedlung mit Mikroorganismen nachhaltig.

    Nhrstoffe werden im lehmigen Boden besser gehalten. Durch Mischkultur kann man auch positive Effekte erzielen.
  • #10 Heliodator 11.03.2012  
    Durch akribische Aufrumarbeiten im Garten hat der Igel seine natrlichen Nist- und Unterschlupfgelegenheiten verloren. Kleine Hufchen aus Laub geben dem Igel sein Schlupfloch zurck. Ein Igel im Garten ist ntzlich: Larven, Regenwrmer, Spinnen und Schnecken stehen bei dem kleinen Gartenhelfer ganz oben auf der Speisekarte.
  • #11 Two Wolves 18.04.2012  
    Weidenwasser ist ein Kaltauszug aus Wasser und Weidenholzstckchen. Schn kleinschneiden und ber Nacht dunkel stehen lassen. Ist DER Bio-Bewurzeler. Tomaten wachsen auch in 9 von 10 Fllen an, da muss also auch eine Menge Bewurzelungshormon vorhanden sein -> Tomatenwasser zum Bewurzeln?
  • #12 Heliodator 19.04.2012  
    Brennesseljauche: 1.000 g/150 g/10 l Wasser, 1 : 10 - 20. Jauche und Kaltwasserauszug aus der ganzen oberirdischen Pflanze. Es werden die kleine und die groe Brennessel verwendet, die kleine gilt als die aggressivere. Ernte bis kurz vor der Blte und bei voller Sonne ernten, am besten im Mai, sie sollten mglichst einen vollsonnigen Standort haben. Nach dem Schnitt etwa 8 Stunden anwelken lassen, erst dann mit Wasser bergieen.

    Die Jauche wird verwendet zur Wachstumsfrderung und Strkung, z.B. bei allen Gemsepflanzen (besonders Gurken, Kohl, Porree, Tomaten und Zucchini, jedoch nicht fr Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln), Obst und Blumen. Als Nachbltenspritzung gnstig fr den Fruchtansatz bei Obstbumen. Sie steigert bei Beerenpflanzen Ertrag und Inhaltsstoffe, der Geruch wirkt abwehrend auf Luse und Spinnmilben. Bei Setzlingen 1 : 20 anwenden. Ebenso Gemse-, Obst- und Zierpflanzen alle zwei Wochen in dieser Verdnnung dngen. Unverdnnt dem Kompost beigegeben frdert sie den Rotteprozess.

    Der Kaltwasserauszug (12 Stdn. stehen lassen, hchstens 36 Stunden) kann gegen Blattluse eingesetzt werden, die Spritzung muss dreimal hintereinander erfolgen an drei Tagen. 1 l Jauche + 0,5 l Schachtelhalmbrhe 1 : 50 strkt die Pflanzen und ttet Blattluse, Spinnmilben und Weie Fliegen. Ein Gemisch mit Zwiebelbrhe hilft gegen Pilzbefall der Erdbeeren. Spinnmilben im Frhjahr vor Blatt- und Bltenbildung spritzen.

    Die Brennessel enthlt viel Eisen und andere Mineralstoffe, Flavonoide, Karotinoide, Vitamine A + C, Phosphor, Kalium, Stickstoff (davon 40% Ammoniumstickstoff, der schnell pflanzenverfgbar ist) und vor allem Kieselsure, die die Zellwnde strkt und damit die Abwehrkrfte. In den Brennhaaren sind Amine enthalten. Sie frdern die Grnbildung der Bltter.

    In Mischkultur mit Pfefferminze oder Tomaten. Blattgemse reagiert im Frhjahr mit sichtbarem Erfolg auf Spritzung mit stark verdnnter Jauche. Kohl nicht zu oft gieen, die Jauche zieht die Kohlweilinge an. Sammlung ganzjhrig (Achtung Samen !, vor Gebrauch durch feines Sieb gieen), junge Pflanzen sind jedoch vorzuziehen. Bei Pfefferminze oder anderen Doldenblten erreicht man wesentlich mehr therische Stoffe, wenn eine Brennessel daneben wchst. - Gegen das Hautbrennen hilft zerquetschter Spitzwegerich. - http://www.bio-gaertner.de/
  • #13 Heliodator 16.07.2012  
    Bodenverbesserer Klee: Wenn der Boden zu wenig Stickstoff enthlt, kann der Klee sich dort gut ausbreiten. Aufgrund der Fhigkeit, mit Hilfe der Knllchenbakterien Stickstoff aus der Luft an den Wurzeln zu binden, dient der Klee als Nhrstofflieferant fr ausgelaugte Bden. So versorgt er den Boden mit dem Stickstoff, den die Pflanze selbst nicht bentigt.
  • #14 Heliodator 01.05.2013  
    Lwenzahn: Alle paar Meter auch im Beet stehen lassen. Denn die dicke Pfahlwurzel wchst ein bis zwei Meter tief in den Boden, holt von dort unten Nhrstoffe und packt sie in die Bltter. Diese knnen dann jedesmal, wenn sie zu gross werden und beginnen, die Nachbarpflanzen zu beschatten, abgezupft und direkt gemulcht werden. So wird der Lwenzahn zur Nhrstoffpumpe, die Nhrstoffe von tief im Boden in die oberen Erdschichten befrdert, damit auch unsere bei weitem nicht so tief wurzelnden Nutzpflanzen was von ihnen haben.
    Wenn die Blten abgezupft werden, bevor sie zu Pusteblumen werden und sich damit aussamen, verschwindet die verschonte Lwenzahnpflanze von alleine, ohne sich im Beet auszubreiten. Denn der Lwenzahn ist eine zweijhrige Pflanze und macht keine Auslufer. Er stirbt also nach zwei Jahren sowieso von alleine ab. Und die dann verrottende Pfahlwurzel hinterlsst einen nhrstoffreicheren Boden, der schon tief gelockert wurde.

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